Was Sie für eine Qualifizierung — tatsächlich mitbringen müssen.
Wir sagen ehrlich, was nötig ist und was nicht. Schweißen ist ein anspruchsvolles Handwerk — aber kein Geheimwissen. Vier Punkte bilden die Grundlage, alles andere klären wir gemeinsam im Beratungsgespräch — kostenfrei und ohne Verpflichtung.
Was Sie wirklich mitbringen müssen
Diese vier Punkte sind die Grundlage — ohne sie kann die Qualifizierung nicht starten. Alles Weitere lässt sich klären, einschätzen oder bei uns lernen.
Volljährigkeit (18+)
Unsere Qualifizierungen richten sich an erwachsene Teilnehmende. Eine obere Altersgrenze gibt es nicht — wir hatten erfolgreiche Absolventen Anfang 20 und jenseits der 55.
Körperliche Eignung
Stehen über mehrere Stunden, Greifen mit beiden Händen, Arbeiten in Werkstattumgebung mit Helm, Schutzhandschuhen und Lärm. Keine Höchstleistungen — aber gewerblich-technische Belastbarkeit.
Deutsch A2 / B1
Grundkenntnisse genügen zum Einstieg — die Fachsprache (Sicherheitsvokabular, Werkstoffnamen, Werkstattkommunikation) lernen Sie bei uns über Modul M6 integriert mit.
Lernbereitschaft
Strukturiertes, praxisnahes Lernen mit klarem Berufsziel: regelmäßige Anwesenheit, Bereitschaft zur Wiederholung von Handgriffen und der Wille, eine Naht so lange zu üben, bis sie sitzt.
Vier Wege, eine Qualifizierung zu finanzieren
Eine Förderung ist keine Voraussetzung — aber bei den meisten Teilnehmenden vorhanden. Vier typische Wege, wie die Kosten getragen werden. Welcher zu Ihnen passt, klären wir kostenfrei im Beratungsgespräch.
Bildungsgutschein
Förderung der Agentur für Arbeit nach §81 SGB III. Vorausgegangenes Beratungsgespräch und Antragsbewilligung erforderlich. Wir sind als AZAV-Träger zugelassen — der Bildungsgutschein deckt die Kosten vollständig.
AVGS-Maßnahme
Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (§45 SGB III) — ein kürzerer Förderweg für Aktivierungsmaßnahmen, Kompetenzeinschätzungen oder Coaching-Anteile. Wird je nach Lebenslage von Agentur oder Jobcenter ausgestellt.
Jobcenter-Förderbescheid
Bei Bezug von Bürgergeld läuft die Förderung über das zuständige Jobcenter — analog zum Bildungsgutschein, mit eigenem Antrags- und Bewilligungsweg über den persönlichen Ansprechpartner.
Selbst- oder Arbeitgeberzahler
Wenn keine Förderung greift: Eine Qualifizierung kann durch Sie selbst oder durch einen Arbeitgeber finanziert werden — wir kalkulieren individuell nach Modulen und Dauer, ohne Listenpreise.
Was uns oft gefragt wird — und meistens kein Hindernis ist
Viele potenzielle Teilnehmende denken, sie würden nicht in Frage kommen. Wir erleben sechs typische Sorgen, die sich in der Beratung in den meisten Fällen klären — sechs ehrliche Antworten:
Schulabschluss ist keine Voraussetzung. Für die Schweißarbeit zählt, ob Sie sich auf strukturiertes Lernen einlassen können — nicht, ob ein Zeugnis vorliegt. Viele unserer Absolventen hatten keinen Abschluss bei Einstieg.
Wir setzen A2/B1 voraus — und unterstützen den weiteren Aufbau direkt in der Werkstatt über Modul M6. Wer Sicherheitshinweise versteht und einfache Anweisungen umsetzen kann, ist startfähig.
Eine Beschäftigungslücke ist kein Ausschlusskriterium. Im Gegenteil — gerade Arbeitsuchende mit längerer Pause sind eine zentrale Zielgruppe, für die Förderwege wie der Bildungsgutschein vorgesehen sind.
Eine obere Altersgrenze gibt es nicht — und der Schweißmarkt fragt aktiv nach erfahrenen Kräften. Lebenserfahrung und Disziplin sind in der Werkstatt häufig wertvoller als jugendliche Geschwindigkeit.
Vieles ist machbar — manches nicht. Brille, leichter Rückenschaden, Gehörschutzbedarf: kein Problem. Stärkere Einschränkungen klären wir im Vorgespräch ehrlich, gemeinsam mit dem Arbeitsmediziner falls nötig.
Staatsangehörigkeit ist keine Voraussetzung. Wichtig ist ein gültiger Aufenthalt mit Arbeitserlaubnis und — bei Förderung — die zuständige Stelle (Agentur, Jobcenter, BAMF) für den Antrag. Den Weg gehen wir mit Ihnen.
Was wir setzen voraus — und was ausdrücklich nicht
Damit die Erwartung zur Realität passt: hier eine ehrliche Aufstellung, was wir wirklich brauchen, und was uns oft als Voraussetzung unterstellt wird — aber keine ist.
Das setzen wir voraus
- Volljährigkeit: 18 Jahre vollendet. Eine obere Altersgrenze gibt es nicht — Lernfähigkeit hängt nicht vom Geburtsjahr ab.
- Gewerblich-technische Eignung: Stehen, Greifen, Werkstattumgebung mit Helm und Schutzausrüstung. Wer den Werkstattalltag körperlich aushält, ist startfähig.
- Deutsch A2 / B1: Sicherheitshinweise verstehen, einfache Anweisungen umsetzen. Fachsprache und Vertiefung übernimmt Modul M6 integriert.
- Regelmäßige Anwesenheit: Schweißen lernt man durch Wiederholung. Wer nicht da ist, verpasst nicht eine Theorieeinheit, sondern die Handgriffe selbst.
- Bereitschaft zur Praxis: Bei uns wird gemacht — am Werkstück, am Brenner, im Schweißrauch. Wer nur theoretisch lernen will, ist hier falsch.
Das setzen wir nicht voraus
- Kein Schulabschluss nötig: Wir prüfen keine Hauptschul-, Realschul- oder Hochschulzeugnisse. Für die Schweißarbeit zählt Hand und Kopf, nicht das Zeugnis.
- Keine Vorerfahrung im Schweißen: Modul M1 (Grundlagen) ist genau für den Einstieg ohne Schweißvorkenntnis gemacht. Erfahrene starten weiter hinten.
- Kein perfektes Deutsch: Wer C1-Niveau hat, lernt schneller — pflicht ist es nicht. Mit A2/B1 plus M6 funktioniert der Einstieg.
- Keine bestimmte Staatsangehörigkeit: Deutsche, EU- oder Drittstaatsangehörige mit gültigem Aufenthalt und Arbeitserlaubnis sind willkommen.
- Kein Förderbescheid Pflicht: Bildungsgutschein, AVGS und Jobcenter-Bescheid sind häufige Wege, aber keine Bedingung. Selbst- und Arbeitgeberzahler sind ebenso willkommen.
Sie sind unsicher, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen? In einem kostenfreien Beratungsgespräch klären wir das gemeinsam — vertraulich und ohne Verpflichtung.
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