Leistungsspektrum

Schweißverfahren, die im Arbeitsmarkt gefragt sind

Unsere Inhalte verbinden fachtheoretische Grundlagen, praktische Übungen und arbeitsrelevante Kompetenzen — fundiert, anschlussfähig und prüfungsorientiert.

ISO 4063 · 111

Lichtbogenhandschweißen

Klassisches Verfahren mit umhüllten Stabelektroden — flexibel und vielseitig einsetzbar.

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ISO 4063 · 135

Metallaktivgasschweißen (MAG)

Wirtschaftliches Verfahren für unlegierte und niedriglegierte Stähle in der Industrie.

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ISO 4063 · 141

Wolframinertgasschweißen (WIG)

Hochwertige Nähte für anspruchsvolle Werkstoffe wie Edelstahl und Aluminium.

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Sprachförderung · DaZ

Berufsbezogene Sprachförderung

Fachsprache der Schweißtechnik — verständlich, anwendbar und im Arbeitsalltag erprobt.

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Prüfung · TÜV

Schweißprüfung mit TÜV-Abnahme

Anerkannter Qualifikationsnachweis — ein klares Plus auf dem Arbeitsmarkt.

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Bestimmung des Leistungsstandes

Kompetenz-Einschätzung

Fachkundige Standortbestimmung Ihrer schweißtechnischen Fähigkeiten und Entwicklungsfelder.

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Schweißpositionen

Sieben Positionen nach DIN EN ISO 6947

Die räumliche Lage der Schweißnaht bestimmt Werkstoffführung, Schweißparameter und Schwierigkeitsgrad. Jede anerkannte Schweißprüfung wird in einer definierten Position abgenommen — wir trainieren alle relevanten Positionen praxisnah am Werkstück.

PA

Wannenposition

Schweißnaht horizontal, Schweißgut nach unten. Einfachster Einstieg — flüssiges Schweißbad bleibt durch Schwerkraft stabil.

Einstieg · horizontal
PB

Horizontalposition

Kehlnaht horizontal mit 45° geneigtem Werkstück. Klassische Position für T-Stöße und Eckverbindungen im Stahlbau.

Kehlnaht · 45°
PC

Querposition

Schweißnaht waagerecht an senkrechter Wand. Fortgeschritten — erfordert kontrolliertes Schmelzbad gegen Schwerkraft.

Wandnaht · waagerecht
PD

Horizontal-Überkopf

Kehlnaht über Kopf mit 45° geneigtem Werkstück. Industriell wichtig für Wartungsarbeiten an festem Material.

Über Kopf · 45°
PE

Überkopfposition

Schweißnaht horizontal über dem Kopf. Anspruchsvoll — Schmelzbad wirkt entgegen der Schwerkraft, niedrigere Schweißleistung nötig.

Über Kopf · horizontal
PF

Steigposition

Senkrecht von unten nach oben. Anspruchsvoll — Schmelzbad muss kontrolliert geführt werden, häufig in Pendelbewegung.

Vertikal · aufwärts
PG

Fallposition

Senkrecht von oben nach unten. Schnell, aber Einbrandgefahr — verlangt sichere Stromführung und Erfahrung.

Vertikal · abwärts
Werkstoffe und Schutzgase

Für jeden Werkstoff das passende Verfahren

Verfahren, Schutzgas und Zusatzwerkstoff müssen zum Grundwerkstoff passen — sonst leiden Naht, Festigkeit und Optik. In der Ausbildung lernen Sie die gängigen industriellen Kombinationen kennen.

Werkstoffe

Grundwerkstoffe nach Werkstoffnummer und typischem Verfahren

  • E-Hand · MAG Unlegierter BaustahlS235JR, S355J2 — Standard im Stahl- und Anlagenbau, Schweißkonstruktionen, Brücken, Behälter.
  • MAG · WIG Niedriglegierter StahlFeinkornbaustähle, warmfeste Stähle — Kessel-, Rohrleitungs- und Druckbehälterbau.
  • WIG · MAG Nichtrostender Stahl1.4301, 1.4404 — Lebensmittel-, Chemie- und Sanitärindustrie. WIG für hohe Qualität, MAG für Produktivität.
  • WIG Aluminium und LegierungenAlMg, AlSi, AlMgSi — Fahrzeug-, Behälter- und Leichtbau. Wechselstrom-WIG für reinigende Wirkung.
  • WIG Kupfer und BuntmetalleWärmeleitende Werkstoffe — anspruchsvoll, oft mit Vorwärmung.

Schutzgase

Gase nach DIN EN ISO 14175 — schützen das Schmelzbad vor Atmosphäre

  • C1 Reines CO₂Aktivgas — wirtschaftlich, hoher Einbrand. Für unlegierten Stahl im MAG-Verfahren.
  • M21 Argon mit 15–25 % CO₂Standardmischgas für MAG — ruhiger Lichtbogen, weniger Spritzer, gute Spaltüberbrückung.
  • M12 Argon mit O₂Mischgas für hochlegierte Stähle im MAG-Verfahren — gleichmäßige Naht, geringe Oxidation.
  • I1 Reines ArgonInertgas — Standard für WIG bei Stahl, Edelstahl, Aluminium. Stabiler Lichtbogen.
  • I3 Argon-Helium-MischungHöherer Energieeintrag — für dicke Aluminiumquerschnitte und schnelles Schweißen.
Sicherheit und Qualität

Geschützt arbeiten. Geprüft abliefern.

Sicherer Umgang mit Lichtbogen, Strahlung und Werkstoffen ist Teil jeder Qualifizierung — ebenso wie die zerstörungsfreie Prüfung der fertigen Naht.

Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Wir vermitteln den korrekten Einsatz der PSA nach DGUV-Vorschriften von Tag eins — vom Helm bis zum Atemschutz.

  • Schweißerhelm mit AutomatikfilterSelbstverdunkelnder Augenschutz nach DIN EN 379 — schützt vor UV-, IR- und sichtbarer Strahlung.
  • Schweißerkleidung und -handschuheSchwer entflammbares Leder oder Spaltleder — nach DIN EN ISO 11611, schützt vor Funken und Hitzespritzern.
  • Atemschutz und RauchabsaugungFFP2/FFP3 oder Schweißerhelm mit Frischluftzufuhr — Rauchabsaugung am Brenner schützt vor Schweißrauch nach TRGS 528.
  • Sicherheitsschuhe S3Hitzebeständige Sohle, Zehenschutzkappe — nach DIN EN ISO 20345, Pflicht in der Schweißwerkstatt.

Zerstörungsfreie Prüfung (ZfP)

Schweißnähte werden nach standardisierten Verfahren geprüft — ohne das Bauteil zu zerstören. Wir vermitteln die Grundlagen jeder Prüfart.

VT

Sichtprüfung

Erste Bewertung der Nahtgeometrie, Oberflächenfehler und Schweißfolge nach DIN EN ISO 17637.

PT

Eindringprüfung

Farbeindringverfahren findet feinste Oberflächenrisse — auch in nichtmagnetischen Werkstoffen.

MT

Magnetpulverprüfung

Erkennt oberflächennahe Risse in ferromagnetischen Werkstoffen über Magnetfeldlinien.

UT

Ultraschallprüfung

Hochfrequente Schallwellen erfassen innere Fehler — Poren, Lunker, Bindefehler bis tief im Material.

RT

Durchstrahlungsprüfung

Röntgen- oder Gammastrahlung zeigt Schweißnaht-Inneres als Bild — Goldstandard für Druckbehälter.

ET

Wirbelstromprüfung

Elektromagnetische Induktion findet Oberflächen- und oberflächennahe Risse in leitfähigen Werkstoffen.